Tierrettung

Einsatzdaten
  • Einsatznummer: 2012074
  • Einsatzort: L3114, Groß-Zimmern
  • Alarmierungszeit: 12.08.2012 - 11:56 Uhr
  • Einsatzende: 12.08.2012 - 14:56 Uhr
  • Dauer: 3 Stunden 0 Minuten
  • Mannschaftsstärke: 10
  • Einsatzart: H 1
  • Alarmierungsart: Klein-Zimmern (KZI)
  • Fahrzeuge: KdoW, LF 8/6
  • Externe Einheiten/Einsatzmittel: Polizei
Bericht

Zu einem traurigen Hilfeleistungseinsatz wurden die Brandschützer aus Klein-Zimmern am Sonntag den 12.08.12gerufen. Gegen 15.30 Uhr hieß es ?Hilfeleistung-Schafherde zwischen Klein-Zimmern und Habitzheim braucht Wasser?.

Was zunächst nach einer eher angenehmen Hilfeleistung aussah, entpuppte sich schnell zum Albtraum für jeden Tierliebhaber. Von der Polizei angefordert und der Leitstelle alarmiert rückten die Kameradinnen und Kameraden aus Klein Zimmern mit einem Löschfahrzeug zu o.g. Einsatz aus. An der Einsatzstelle angekommen bot sich den Feuerwehrleuten ein Bild des Grauens. Für 6 Schafe kam leider schon jede Hilfe zu spät. 5 davon scheinen erst kurz vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte, vermutlich an Durst und Überhitzung (durch einen Mangel an Unterstellmöglichkeiten), verendet zu sein. 1 Schaf lag gar schon so lange, dass der Verwesungsprozess bereits deutlich eingesetzt hatte. 

Nach Rücksprache mit dem Veterinäramt wurden diese Schafe von einem Teil der Feuerwehrleute geborgen und in eine Tierkörperbeseitigungsanstalt nach Darmstadt gebracht.

Die restlichen Feuerwehrleute machten sich daran die armen Tiere mit Wasser zu versorgen. So wurde begonnen die ca. 8 auf der Weide verteilten, bereits ausgetrockneten Wasserwannen und den dort befindlichen, ebenfalls leeren Vorratstank mit Frischwasser zu füllen. Schnell waren die 600 Liter Wasser, welche auf dem Löschfahrzeug mitgeführt werden, aufgebraucht und so musste man insgesamt dreimal zum Nachbetanken fahren um alle Behältnisse weitgehend füllen zu können.
Nachdem die Brandschützer den Schafen auch noch einen Heuballen geöffnet hatten war für sie dieser bittere Einsatz nach ca. 3 Stunden beendet. 
Der Besitzer der Schafherde zeigte sich vor Ort eher uneinsichtig und die Polizei kündigte schon weitere Ermittlungen an. Ebenfalls wurde das Veterinäramt eingeschaltet.

Somit bleibt nur zu hoffen, dass künftig solche Zustände früher bemerkt werden um rechtzeitig Abhilfe schaffen zu können. Dazu werden auch weiterhin aufmerksame und couragierte Bürger gebraucht, welche nicht wegschauen, sondern auf solche Umstände achten und den zuständigen Behörden melden.