l aus LKW

Einsatzdaten
  • Einsatznummer: 2007079
  • Einsatzort: Waldstraße, Groß-Zimmern
  • Alarmierungszeit: 31.10.2007 - 13:45 Uhr
  • Einsatzende: 31.10.2007 - 17:00 Uhr
  • Dauer: 3 Stunden 15 Minuten
  • Einsatzart: H 2
  • Alarmierungsart: Groß-Zimmern 1 (GZI-1), Groß-Zimmern 2 (GZI-2)
  • Fahrzeuge: ELW 1, GW-N, LF 16/12
  • Externe Einheiten/Einsatzmittel: Feuerwehr Dieburg
Bericht

Am Mittwoch, 31.10.2007, gegen 14:45 Uhr ging bei der Rettungsleitstelle in Dieburg der Notruf eines besorgten Passanten ein. Dieser meldete dem Disponenten, eine nicht unerhebliche Menge Öl würde von der Ladefläche eines Sattelaufliegers fließen. Alsgleich erfolgte der Alarm nach Hilfeleistung 1 (H1) für die Freiwillige Feuerwehr Groß-Zimmern.

Wenige Minuten nach Eingang des Alarms trafen Einsatzleitwagen, Löschgruppenfahrzeug 16/12 und Gerätewagen-Nachschub am Ort des Geschehens ein. Wie gemeldet lief eine beachtliche Menge Öl von der Ladefläche des Lastzuges, worauf hin der Einsatzleiter eine Barriere aus Ölbindemittel rund um die Öllache errichten lies um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Während dessen erkundete er mit dem Gruppenführer des Löschgruppenfahzeugs den Sattelschlepper weiter um den Ursprung der umweltgefährdenden Flüssigkeit zu finden. Dieses Vorhaben gestaltete sich aber schwieriger als gedacht, denn das Fahrzeug war sehr abenteuerlich mit zerlegten Maschinenbauteilen beladen. Nach einigem klettern und suchen konnte letztendlich die Quelle gefunden werden. Ein Getriebeöltank von einem der Maschinenbauteile war nicht ordnungsgemäß verschlossen, was zum unkontrollierten Auslaufen der Schmierflüssigkeit führte. Jedenfalls konnte dies so nicht bleiben, also entschloss man sich das Alarmstichwort auf H3 zu erhöhen, die Feuerwehr Dieburg mit einer Gefahrstoffpumpe nachzufordern und das restliche noch im Tank befindliche Öl abzupumpen. Bis zum Eintreffen der Dieburger Kameraden wurde die Leckage provesorisch mit einem Holzstopfen verschlossen. Die zwischenzeitlich an der Einsatzstelle eingetroffene Polizei ermittelte den Halter des Fahrzeuges und stellte vorläufig die amtlichen Kennzeichen von Sattelauflieger und Zugmaschine sicher. Wenig später trafen auch die Kameraden aus Dieburg mit Rüstwagen und Gerätewagen-Umweltschutz ein.

Nach kurzer Besprechung der Vorgehensweise nahm man dann gemeinsam mit den Dieburger Einsatzkräften eine druckluftbetriebene Gefahrstoffpumpe vor, um das Öl aus dem Tank abzusaugen und in Gefahrstofffässer umzupumpen. Dieser Vorgang, bei dem vier Fässer á 120 l gefüllt wurden, nahm mehr als zwei Stunden in Anspruch. Weil aber auch die Ladefläche des Sattelzuges mit einer großen Menge Öl beaufschlagt wurde, musste diese ebenfalls von den gröbsten Verunreinigungen befreit werden. Dies bewerkstelligte man, indem die Stützen des Sattelaufliegers ausgefahren wurden und somit ein künstliches Gefälle geschaffen werden konnte. Das nun herunterfließende Öl, wurde mit einer Kunststoffplane aufgefangen und in ein Fass weitergeleitet. Anschliessend konnte die Öllache, die sich am Boden gebildet hatte mit Bindemittel abgestreut und aufgenommen werden.

Nach rund viereinhalb Stunden war der Einsatz beendet und die Einsatzkräfte rückten wieder in das Gerätehaus ein, wo anschliessend die eingesetzten Fahrzeuge und Gerätschaften gereinigt wurden.